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Die Bewegungsförderung ist für uns wichtig ...
- weil für die gesunde Entwicklung des kindlichen Körpers regelmäßige Bewegungsreize nötig sind. Haltungsschwächen, Atem- und Kreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen, Übergewicht und psychosomatische Leiden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Nervosität kamen früher fast nur bei Erwachsenen vor. Heute erkranken daran immer mehr Kinder, auch als Folge von Bewegungsmangel.
- weil wir Auffälligkeiten bei Kindern festgestellt haben (motorische Ungeschicklichkeit, Unruhe, Unsicherheit, Bewegungsunlust, geringe Frustrationstoleranz, erhöhte Aggressivität, Konzentrations- und Lernstörungen, Störungen im Sozialverhalten ...).
- weil Bewegung ein wichtiger Reiz für das Gehirn ist. Besonders bei kleinen Kindern werden durch körperliche Aktivität die Nervenzellen vernetzt und die Synapsen, also Kontaktstellen, gebildet. Beides ist wichtig für die Entwicklung und Förderung der Intelligenz.
- weil Gleichgewichtsübungen das Gehirn mobilisieren und die wichtigen Wahrnehmungssysteme aktivieren. Daher sind Übungen für die Gleichgewichtsfähigkeit im Vorschulalter besonders wichtig. weil das Erfolgserlebnis bei körperlichen Aktivitäten, das Gefühl etwas zu können, das Selbstbewusstsein des Kindes stärkt. Es erlangt Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, auch in anderen Lernbereichen. weil Wahrnehmungs- und Bewegungsdefizite im jüngeren Lebensalter noch recht leicht zu beheben oder zumindest positiv zu beeinflussen sind.
- weil Kinder bei Sport und Spiel lernen, Risiken und Gefahren zu erkennen und mit unsicheren Situationen umzugehen. Sie gewinnen so Risikokompetenz. Mitunter wird Bewegung als gefährlich eingestuft; doch das Fernhalten der Kinder von allen Risiken ist der falsche Ansatz einer gezielten Sicherheitsförderung.
- weil die Zahl der Unfälle, auch in Tageseinrichtungen, zunimmt. Ursache sind oftmals motorische oder sensorische Defizite. In solchen Fällen bewältigt das Kind selbst einfache Bewegungssituationen nicht, knickt mit dem Fuß um oder stürzt. Etwa Dreiviertel der Kindergartenunfälle sind Stürze, zum Glück meist Bagatell- unfälle, die jedoch vermieden werden könnten. weil Bewegungsspiele gute Übungen für das Sozialverhalten bieten: die Kinder müssen mit ihren Spielpartnern Probleme lösen, sich über Spielregeln einigen oder Rollen übernehmen. Praktische Umsetzung: Ab Februar 2008 startet das Projekt "Kids in Bewegung" in allen Gruppen unserer Einrichtung. Die Kinder sollen dabei umfassend in ihrer Bewegung gefördert werden.
Bewegung in unserem Kindergartenalltag:
- Bewegungsecken mit Einsatz von Kinder-Fitnessrädern und Laufbändern etc.
- Großes Bällebad im oberen Flurbereich
- Tägliche Bewegungseinheit im Gruppenraum unter anderem mit Einsatz von Bewegungs-Cd´s
- Spaziergänge mit den Kindern sowie Förderung der Bewegung in der frischen Luft
- Gruppenübergreifende Bewegungsangebote oder Spaziergänge
- Nutzung des Turnraumes unter Berücksichtigung der einzelnen Turntagen der Gruppen
- Nutzung des angrenzenden Chorraumes für Bewegungsspiele und Kindertänze
- Wöchentlicher Fitnessnachmittag für Tageskinder
- Turnstunden in der Allenfeldhalle
- Training auf dem Sportpatz
- Waldtage
